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Über uns

Seit 2006 erarbeiten die Digitalen Interview-Sammlungen Oral History-Archive und unterstützen damit Forschung und Lehre an der Universität. Unsere Expertise umfasst den gesamten Prozess einer digitalen Oral History: von der Interviewführung und -aufzeichnung über das Sammlungsmanagement, die automatisch unterstützte Transkription und wissenschaftliche Erschließung bis zur rechtskonformen und ethisch reflektierten Bereitstellung sowie der didaktischen Aufbereitung von Oral History Quellen.

Zu den Themen der von uns betreuten Interview-Archiven gehören neben der nationalsozialistischen Zwangsarbeit und der deutschen Besatzung Griechenlands auch die Geschichte der Freien Universität, des DDR-Grenzregimes, des Kirchenasyls oder der deutschen Sektensiedlung „Colonia Dignidad“ in Chile. Bereitgestellt werden zudem bedeutende Interview-Sammlungen zum Nationalsozialismus und Holocaust, wie das Visual History Archive der USC Shoah Foundation und das Fortunoff Video Archive for Holocaust Testimonies der Yale University.

Das von den Digitalen Interview-Sammlungen entwickelte Portal Oral-History.Digitall unterstützt die Erschließung und Recherche audiovisuell aufgezeichneter narrativer Interviews. Es erleichtert Forschenden den gezielten Zugang zu Quellen und bietet Institutionen – wie Museen, Universitäten und Stiftungen – die Möglichkeit, ihre audiovisuellen Forschungsdaten sichtbar und nachhaltig zugänglich zu machen. Derzeit sind rund 50 Archive mit etwa 5.400 Interviews verzeichnet.

Die Digitalen Interview-Sammlungen wirken am Aufbau der Nationalen Forschungsdaten-Infrastruktur (NFDI) mit. In dem Konsortium 4Memory bringen wir als Participant unsere Expertise in allen fünf Task Areas ein. So wurde im Projekt ASR4Memory ein KI-basierter Service zur automatisierten Transkription mit automatischer Spracherkennung entwickelt, in der Task Area 4 "Digital Literacy" wird mit "Oral-History.Literacy" ein digitales Handbuch zur Methodenkompetenz im Bereich der Oral History entwickelt.   
Durch unser Projekt Text+ohd, in dem Schnittstellen für Metadaten und TEI-Transkripte geschaffen wurden, ist die Freie Universität außerdem im auch Konsortium Text+ vertreten. 

Das Projekt Open.Oral-History erarbeitet Empfehlungen und Werkzeuge für die Risikobewertung, Anonymisierung und Bereitstellung rechtlich geschützter und ethisch sensibler audiovisueller Interviews.

Für die historisch-politische Bildung werden verschiedene multimediale Lernanwendungen mit Zeitzeugen-Videos als zentrale Quellen entwickelt, die in Schulen und Gedenkstätten genutzt werden.

Neben diesen digitalen Plattformen vermitteln auch Publikationen, Vorträge und Seminare die Arbeitsergebnisse der unterschiedlichen Kooperations- und Drittmittelprojekte.