Über uns
Zu den Themen der von uns betreuten Interview-Archiven gehören neben der nationalsozialistischen Zwangsarbeit und der deutschen Besatzung Griechenlands auch die Geschichte der Freien Universität, des DDR-Grenzregimes, des Kirchenasyls oder der deutschen Sektensiedlung „Colonia Dignidad“ in Chile. Bereitgestellt werden zudem bedeutende Interview-Sammlungen zum Nationalsozialismus und Holocaust, wie das Visual History Archive der USC Shoah Foundation und das Fortunoff Video Archive for Holocaust Testimonies der Yale University.
Das von den Digitalen Interview-Sammlungen entwickelte Portal Oral-History.Digitall unterstützt die Erschließung und Recherche audiovisuell aufgezeichneter narrativer Interviews. Es erleichtert Forschenden den gezielten Zugang zu Quellen und bietet Institutionen – wie Museen, Universitäten und Stiftungen – die Möglichkeit, ihre audiovisuellen Forschungsdaten sichtbar und nachhaltig zugänglich zu machen. Derzeit sind rund 50 Archive mit etwa 5.400 Interviews verzeichnet.
Die Digitalen Interview-Sammlungen wirken am Aufbau der Nationalen Forschungsdaten-Infrastruktur (NFDI) mit. In dem Konsortium 4Memory bringen wir als Participant unsere Expertise in allen fünf Task Areas ein. So wurde im Projekt ASR4Memory ein KI-basierter Service zur automatisierten Transkription mit automatischer Spracherkennung entwickelt, in der Task Area 4 "Digital Literacy" wird mit "Oral-History.Literacy" ein digitales Handbuch zur Methodenkompetenz im Bereich der Oral History entwickelt.
Durch unser Projekt Text+ohd, in dem Schnittstellen für Metadaten und TEI-Transkripte geschaffen wurden, ist die Freie Universität außerdem im auch Konsortium Text+ vertreten.
Das Projekt Open.Oral-History erarbeitet Empfehlungen und Werkzeuge für die Risikobewertung, Anonymisierung und Bereitstellung rechtlich geschützter und ethisch sensibler audiovisueller Interviews.
Für die historisch-politische Bildung werden verschiedene multimediale Lernanwendungen mit Zeitzeugen-Videos als zentrale Quellen entwickelt, die in Schulen und Gedenkstätten genutzt werden.
Neben diesen digitalen Plattformen vermitteln auch Publikationen, Vorträge und Seminare die Arbeitsergebnisse der unterschiedlichen Kooperations- und Drittmittelprojekte.
