Die Freie Universität Berlin in nationalen und internationalen Hochschulrankings
Hochschulrankings und deren Ergebnisse stehen im öffentlichen Fokus und werden herangezogen, um Hochschulen in verschiedenen Leistungsdimensionen auf nationaler und internationaler Ebene miteinander zu vergleichen. Das Abschneiden in diesen Rankings ist daher auch für deutsche Hochschulen von Bedeutung, da unter anderem Entscheidungsträger*innen, wie etwa Hochschulleitungen oder Politiker*innen die Ranglisten als Unterstützung zur Beurteilung des Status Quo heranziehen, auf dessen Basis dann ggf. zukunftsweisende Entscheidungen in Bezug auf die strukturelle Weiterentwicklung von Hochschulen getroffen werden.
Darüber hinaus tragen insbesondere internationale Hochschulrankings zur weltweiten Sichtbarkeit der Hochschule bei, was Einfluss auf etwa die Rekrutierung von Studierenden und Wissenschaftler*innen, dem Eingehen internationaler Partnerschaften oder das Einwerben von Fördermitteln haben kann.
In einigen Rankings sind die Methoden jedoch intransparent und die Ergebnisse können nicht plausibel repliziert werden. In diesem Zusammenhang werden von Rankinganbietern zum Teil fragwürdige Geschäftspraktiken angewendet, um eigene Produkte zu verkaufen. Kein Ranking ist allumfassend. Keines kann die wirkliche Leistungsfähigkeit der Hochschule darstellen. Die verwendeten Indikatoren beleuchten, je nach Zielrichtung des Rankings, nur Teilaspekte. In Rankings, welche die Hochschulen in ihrer Gesamtheit bewerten wollen, wird in der Regel stark vereinfacht und die konkrete Methodik bleibt in hohem Maße intransparent, sodass die Hochschulen nur bedingt Einfluss auf das Ergebnis haben. Viele Indikatoren, die in den Hochschulrankings angewendet werden, um Forschung und Lehre zu bewerten, sind nicht vergleichbar, da sie auch häufig abhängig von der jeweiligen Fächerkultur und des Fächerspektrums der Hochschulen sind. Die Ranglisten vermitteln eine Objektivität, die in dieser Form nicht gegeben ist.
Als Teil der international renommierten und sichtbaren Berlin University Alliance setzt sich die Freie Universität Berlin kritisch mit den Ergebnissen auseinander und engagiert sich aktiv in einem deutschlandweiten Netzwerk, welches sich intensiv mit den Methodiken und dem Umgang von internationalen Hochschulranking auseinandersetzt.
Ansprechperson: Christian Richter
