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Berghain-Code, virtuelle Welten und KI-Moral

Freie Universität Berlin lädt zur Langen Nacht der Wissenschaften 2026 auf den Campus Dahlem ein / Schwerpunkt zu Künstlicher Intelligenz und digitalem Wandel

Nr. 058/2026 vom 19.05.2026

Die Freie Universität Berlin beteiligt sich an der Langen Nacht der Wissenschaften 2026 und öffnet am Samstag, den 6. Juni, ihre Türen für Besucher*innen aller Altersgruppen. Auf dem Campus in Dahlem erwartet Interessierte ein vielseitiges Programm mehr als 220 Veranstaltungen in rund einem Dutzend Gebäuden – von KI-Experimenten über Forschung zur Einlasspolitik von Türsteher*innen in Berliner Clubs wie dem Berghain bis hin zu Virtual-Reality-Anwendungen und naturwissenschaftlichen Mitmachangeboten. Rund 1.000 Forschende, Studierende und Mitarbeitende der Freien Universität Berlin geben Einblicke in aktuelle wissenschaftliche Projekte und laden dazu ein, Forschung direkt vor Ort zu erleben. Das vollständige Programm der Freien Universität Berlin ist online unter www.langenachtderwissenschaften.de/programm abrufbar. Unter „Einrichtungen“ kann dort die Freie Universität Berlin ausgewählt werden. Tickets sind online sowie an den Abendkassen auf dem Campus in Dahlem erhältlich. Reguläre Tickets kosten 7,50 Euro; Kinder unter 6 Jahren haben freien Eintritt.

Am 6. Juni 2026 findet die Lange Nacht der Wissenschaften statt. Die Freie Universität Berlin bietet an diesem Abend mehr als 200 Veranstaltungen an.

Am 6. Juni 2026 findet die Lange Nacht der Wissenschaften statt. Die Freie Universität Berlin bietet an diesem Abend mehr als 200 Veranstaltungen an.
Bildquelle:  Rolf Schulten

Eine Auswahl der Angebote der Freien Universität Berlin zur Langen Nacht der Wissenschaften 2026:

Deepfakes, KI-Agenten und Berliner Clubnächte

  • Die Podiumsdiskussion „Echt oder KI? Deepfakes, Fake News und digitale Manipulation“ widmet sich den Folgen KI-gestützter Desinformation für demokratische Gesellschaften. Diskutiert wird unter anderem, wie manipulierte Inhalte erkannt werden können und welche Herausforderungen sich daraus ergeben. (Rostlaube, Hörsaal 2, Habelschwerdter Allee 45, 14195 Berlin, 17 Uhr bis 18 Uhr)
  • Der Vortrag „KI in der wirtschaftswissenschaftlichen Forschung – Revolution ohne Grenzen?“ zeigt, wie KI und maschinelles Lernen in der Betriebs- und Volkswirtschaftslehre eingesetzt werden. Thematisiert werden unter anderem Anwendungen zur Analyse wirtschaftlicher Zusammenhänge und zur Erkennung unternehmerischen Betrugs. (Rostlaube, Raum JK31/101, Habelschwerdter Allee 45, 14195 Berlin, 20 Uhr bis 21 Uhr)
  • Mit ethischen Fragen autonomer KI-Systeme beschäftigt sich der Vortrag „KI und das Problem der moralischen Normativität“. Im Zentrum steht die Frage, welche moralischen Grenzen KI-Agenten beachten müssen, wenn sie eigenständig handeln. (Philologische Bibliothek, Habelschwerdter Allee 45, 14195 Berlin, 18 Uhr bis 19 Uhr)
  • Der Vortrag „Cracking the code of how to get into Berlin’s techno clubs“ erklärt soziale Codes und Auswahlmechanismen in Berlins berühmten Clubs wie dem Berghain. Grundlage ist eine Studie, für die DJs, Veranstalter, Türsteher*innen und Clubbesucher*innen interviewt wurden und Forschende eine ganze Nacht lang vor einem Berliner Techno-Club den Einlass beobachteten. (Rostlaube, Habelschwerdter Allee 45, 14195 Berlin, 19 Uhr bis 20 Uhr)

Holocaust-Erinnerung digital bewahren, Geschichte neu erschließen

  • Der Vortrag „KI-gestützt Interviews mit Überlebenden erforschen“ zeigt, wie computergestützte Methoden genutzt werden, um einen großen Bestand an Video-Interviews mit Holocaust-Überlebenden wissenschaftlich auszuwerten. (Rostlaube, Raum K24/10, Habelschwerdter Allee 45, 14195 Berlin, 17 Uhr bis 20.03 Uhr)
  • Das Mitmachexperiment „Hannah Arendt digital – vom Typoskript zum Open Access“ vermittelt am Beispiel des digitalisierten Nachlasses der politischen Theoretikerin Hannah Arendt, wie geisteswissenschaftliche Archive und Editionen digital erschlossen werden. (Rostlaube, Raum K25/10, Habelschwerdter Allee 45, 14195 Berlin, 18 Uhr bis 23 Uhr)

Fossilien entdecken und Gefühle erforschen

  • „Faszination Fossilien“ ist ein Mitmachexperiment für die ganze Familie: Ob nach Haizähnen im Sand fischen, Dinosaurierzähne virtuell für die Forschung präparieren und dabei spielerisch neueste Ansätze der Paläontologie entdecken oder das eigene Wissen über Evolution und Klima testen – die Möglichkeiten für Wissbegierge jeden Alters sind vielfältig (Silberlaube, L-Straße, Fabeckstraße 2514195 Berlin)
  • "Ab in den Schacht 2! Eine Entdeckungsreise in ein altägyptisches Priesterinnengrab“ lädt kleine und große Entdecker*innen zu spannenden Expedition in eine ägyptische Grabkammer ein. (Holzlaube, Seminarraum 0.2051 und Flur, Fabeckstraße 23-25, 14195 Berlin, 17 Uhr bis 21 Uhr)
  • Der Sonderforschungsbereich „Affective Societies“ lädt mit dem „Affect Parcours: Streitsache Emotionen“ zu einem interaktiven Mitmachexperiment ein. In einer Foto-Station können Besucher*innen etwa Emotionen performen und als Instant-Bild festhalten, eine Live-Umfrage visualisiert in Echtzeit Reaktionen auf aktuelle gesellschaftliche Entwicklungen. (Rostlaube, Raum KL29/111, Habelschwerdter Allee 45, 14195 Berlin, 17 Uhr bis 23 Uhr)
  • Das Projekt „STARK: Virtual Reality zur Unterstützung von Kindern mit Depressionen“ will betroffenen Kindern schon während der Wartezeit auf einen Therapieplatz helfen. Kern des Angebots ist eine Virtual Reality (VR)-Anwendung: Mit ihr können Kinder tauchen in virtuelle Welten eintauchen und lernen, spielerisch mit schwierigen Gefühlen umzugehen. Besucher*innen können die Anwendung auf der LNDW ausprobieren. (Silberlaube, Raum KL25/104, Fabeckstraße 23-25, 14195 Berlin, 17 Uhr bis 23 Uhr) (jkr)

Weitere Informationen

Tickets und Programm

Kontakt

  • Eric Ostermann, Freie Universität Berlin, Stabsstelle Kommunikation und Marketing, E-Mail: lndw@fu-berlin.de