Erkenntnisse über Affekte in der Gesellschaft: Sonderforschungsbereich „Affective Societies“ im Dialog mit Wissenschaft, Politik und Gesellschaft
„Legacy Sessions“ im Sommersemester zum Auftakt des letzten Forschungsjahres – Beginn am 22. April
Nr. 044/2026 vom 17.04.2026
Wie prägen Affekte das Ringen um die Gestaltung des gesellschaftlichen Zusammenlebens? Wie werden sie selbst zum Gegenstand gesellschaftlicher Auseinandersetzungen, wenn sich Aushandlungen um Lebensformen, Praktiken, Selbstverständnisse oder Institutionen vor dem Hintergrund globaler Polykrisen zusehends verschärfen? Fragen wie diese untersucht der Sonderforschungsbereich (SFB) „Affective Societies – Dynamiken des Zusammenlebens in bewegten Welten“ an der Freien Universität Berlin seit 2015 aus geistes-, kultur- und sozialwissenschaftlichen Perspektiven. Der SFB wird von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) gefördert. Zum Auftakt des letzten Forschungsjahres diskutieren nun aktuelle und ehemalige Forschende des Verbundes ihre Ergebnisse mit Fachleuten aus Wissenschaft, Politik und Gesellschaft. Mit den „Legacy Sessions zu den Affekten in der globalen Gegenwart“ macht der SFB zentrale Themen und Perspektiven seiner Forschung einer breiten Öffentlichkeit zugänglich und stellt sie zugleich zur Diskussion.
Mit der Veranstaltungsreihe „Legacy Sessions" tritt der Sonderforschungsbereich „Affective Societies" in Dialog mit der Gesellschaft
Bildquelle: Nicole Nickel
Die „Legacy Sessions“ starten am 22. April mit dem Thema „Affekte des neuen Faschismus“. Die Sessions finden mittwochs von 18 bis 20 Uhr im Vorlesungsraum J32/102 der Freien Universität Berlin in der Habelschwerdter Allee 45, 14195 Berlin, in deutscher oder englischer Sprache statt. Die Teilnahme ist kostenlos, eine Anmeldung ist nicht erforderlich.
Aufbauend auf den bisherigen Ergebnissen erforscht der SFB in seiner dritten und letzten Laufzeit die affektiven und emotionalen Dynamiken gegenwärtiger Konflikte um das Zusammenleben – bis hin zu Transformations- und Krisendynamiken der globalen Gegenwart. Die Wissenschaftler*innen des Sonderforschungsbereichs haben mit ihren Forschungsarbeiten die Rolle von Affekten neu bestimmt und damit eine Perspektive auf Gesellschaft entwickelt, die deren zentrale Bedeutung für soziales Leben und Zusammenleben im 21. Jahrhundert hervorhebt.
Der Sonderforschungsbereich „Affective Societies“ ist einer von derzeit zehn DFG-Sonderforschungsbereichen mit Sprecherschaft an der Freien Universität Berlin. Deutschlandweit fördert die Deutsche Forschungsgemeinschaft derzeit 257 Sonderforschungsbereiche. Mit dem Förderprogramm ermöglicht die DFG Hochschulen die Bearbeitung innovativer, anspruchsvoller, aufwendiger und langfristig konzipierter Forschungsvorhaben durch Koordination und Konzentration von Personen und Ressourcen. Damit tragen Sonderforschungsbereiche maßgeblich zur institutionellen Schwerpunkt- und Strukturbildung an Hochschulen bei. (jkr)
Weitere Informationen
- Termin und Zeit: 22. April 2026 bis 8. Juli 2026 immer (außer 13. Mai und 10. Juni) mittwochs von 18 bis 20 Uhr
- Ort: Freie Universität Berlin, Habelschwerdter Allee 45, 14195 Berlin, Raum J32/102
- zur Diskussionsreihe „Legacy Sessions zu den Affekten in der globalen Gegenwart“
- zum Sonderforschungsbereich „Affective Socities. Dynamiken des Zusammenlebens in bewegten Welten“
- zu Sonderforschungsbereichen an der Freien Universität Berlin
- zum Förderprogramm Sonderforschungsbereiche der Deutschen Forschungsgemeinschaft
Kontakt
- Dr. Polina Aronson, Freie Universität Berlin, Sonderforschungsbereich 1171 „Affective Societies“, Öffentlichkeitsarbeit, E-Mail polina.aronson@fu-berlin.de

