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„ErzählStoff“: Eine Ausstellung eröffnet neue Zugänge zur Literatur

Der Forschungscampus Dahlem in Kooperation mit dem Exzellenzcluster Temporal Communities beschäftigt sich mit literarischen Praktiken jenseits des gedruckten Wortes

Nr. 041/2026 vom 09.04.2026

Vom 16. April bis 3. September 2026 wird die Ausstellung „ErzählStoff: Neue Perspektiven auf Literatur“ im Forschungscampus Dahlem der Staatlichen Museen zu Berlin (Lansstraße 8, 14195 Berlin) zu sehen sein. Die Ausstellung zeigt, wie Literatur als kulturelle Praxis über Zeiten, Räume und Medien hinweg entsteht, zirkuliert und wirkt. Der Eintritt in die Ausstellung ist frei.

Die "Dagar Diaries" (im Bild) sind Teil der Ausstellung ErzählStoff

Die "Dagar Diaries" (im Bild) sind Teil der Ausstellung ErzählStoff
Bildquelle: Staatliche Museen zu Berlin, Ethnologisches Museum / Mirjam Lotz

Im Mittelpunkt der Ausstellung steht Literatur in ihrer Materialität, als gelebte Praxis und ästhetische Erfahrung: von historischen Schriftträgern bis hin zu zeitgenössischen Formen literarischer Produktion und Rezeption. Ausgehend u. a. von chinesischen Orakelknochen und japanischen Paravents erhalten Besucher*innen Einblicke, wie diese Objekte auf sehr unterschiedliche Weise erzählen: wie sie Geschichten hervorbringen, übermitteln und transmedial in Bewegung versetzen. Die Präsentation macht wissenschaftliche Forschung wie museale Arbeit unmittelbar erfahrbar und zeigt Literatur als dynamischen Prozess, der sich in globalen Zusammenhängen entwickelt. Eine Reihe von Abendveranstaltungen wird jeweils an Donnerstagen vertiefende Gespräche, Präsentationen und Dialoge mit dem Publikum zu den einzelnen Themen der Ausstellung bieten.

Die Ausstellung ist eine Kooperation des literaturwissenschaftlichen Exzellenzclusters „Temporal Communities. Doing Literature in a Global Perspective“ der Freien Universität Berlin und des Forschungscampus Dahlem. Der Campus ist ein neuer Forschungs- und Präsentationsort der Stiftung Preußischer Kulturbesitz (SPK). Hier werden verschiedene Kompetenzen verknüpft, um Wissen zu materiellen und immateriellen Kulturen zu entwickeln und sichtbar zu machen. Transparente Forschungsprozesse und die Teilhabe unterschiedlicher Interessengruppen stehen im Vordergrund. Unter den Leitbegriffen „Kulturen – Forschen – Dinge – Wissen“ fördert der Forschungscampus eine gleichberechtigte Zusammenarbeit und den Abbau von Wissenshierarchien. Mit dem Projekt DenkRaum, in dessen Rahmen auch die Ausstellung „ErzählStoff: Neue Perspektiven auf Literatur“ gezeigt wird, öffnet der Forschungscampus Dahlem seine Türen für Präsentationen, Diskussionen und kreative Entwicklungen verschiedener Themen. (jkr)

Der Exzellenzcluster „Temporal Communities: Doing Literature in a Global Perspective“

Der an der Freien Universität Berlin angesiedelte Forschungsverbund „Temporal Communities“ steht für ein neues Konzept von Literatur, das diese als individuelle wie kollektive Praxis ausgehend von ihren globalen und zeitlichen Verflechtungen her denkt. Der Cluster, der 2019 seine Arbeit aufgenommen hat, ist eine dynamische und flexible Plattform für kollaborative sowie explorative Forschung mit einem umfangreichen Fellowprogramm, einem globalen Netzwerk von akademischen Partnerinstitutionen und mit Kooperationen mit der lebendigen Literatur- und Kunstszene Berlins.

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