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Internationales Forschungskolleg Mecila stärkt transregionale Lateinamerikaforschung der Freien Universität Berlin

Bundesministerium für Forschung, Technologie und Raumfahrt unterstützt Forschungszentrum bis März 2029

Nr. 040/2026 vom 08.04.2026

Nach erfolgreicher internationaler Evaluation startet das Maria Sibylla Merian Centre Conviviality-Inequality in Latin America (Mecila) ab April 2026 in eine neue Förderphase. Schwerpunkt der Forschung sind die Folgen von Digitalisierung und Klimakrise für das gesellschaftliche Zusammenleben. Das von der Freien Universität Berlin koordinierte Konsortium mit einem Kolleg in São Paulo vereint Partner in Deutschland, Brasilien, Mexiko und Argentinien.

Das Forschungskolleg Mecila wird weiter gefördert

Das Forschungskolleg Mecila wird weiter gefördert
Bildquelle: Mecila

Das Forschungskolleg besteht seit 2017 und erforscht aus interdisziplinärer und historischer Perspektive den sozialen Zusammenhalt und das Zusammenleben im Kontext wachsender Ungleichheiten und gesellschaftlicher Polarisierung in Lateinamerika und der Karibik. „In der neuen Förderphase stehen zwei Forschungsschwerpunkte im Vordergrund: die Folgen der Digitalisierung und die damit verbundenen Ungleichheiten für den sozialen Zusammenhalt sowie die Auswirkungen der Klimakrise für das Zusammenleben - nicht nur zwischen Menschen, sondern auch zwischen Menschen und anderen Lebewesen“, sagt Prof. Dr. Sérgio Costa, Soziologe am Lateinamerika Institut der Freien Universität Berlin und Projektleiter von Mecila.

Nach der neuen und letzten dreijährigen Förderphase durch das Bundesministerium für Forschung, Technologie und Raumfahrt (BMFTR), soll Mecila verstetigt werden. Das Forschungskolleg ist Teil der Maria-Sibylla-Merian-Zentren für geistes- und sozialwissenschaftliche Forschung, mit denen das BMFTR die langfristige wissenschaftliche Zusammenarbeit zwischen Deutschland und verschiedenen Ländern in Lateinamerika, Afrika und Asien stärkt. Neben der Freien Universität Berlin umfasst das Konsortium die Universität zu Köln und das Ibero-Amerikanische Institut der Stiftung Preußischer Kulturbesitz, die Universidade de São Paulo und das Centro Brasileiro de Análise e Planejamento, das Colegio de México sowie das Instituto de Investigaciones en Humanidades y Ciencias Sociales (CONICET/Universidad Nacional de La Plata, Argentinien).

Mit seinem Fellowship-Programm, internationalen Publikationen, Konferenzen und Kooperationen mit Akteurinnen und Akteuren aus Zivilgesellschaft und Politik fördert Mecila exzellente Forschung und einen gleichberechtigten Austausch zwischen verschiedenen Weltregionen, Disziplinen und Karrierestufen. Die konsequente Mehrsprachigkeit in Deutsch, Englisch, Portugiesisch und Spanisch ermöglicht dabei die Integration unterschiedlicher Wissensräume und stärkt Relevanz und internationale Sichtbarkeit der Forschung. (jkr)

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