Reimagining Coexistence in Times of Global Disruption
Wie kann Zusammenleben in einer Welt ständiger Veränderungen neu gedacht werden? Dieser Schwerpunkt setzt auf interdisziplinäre Forschung zu gesellschaftlichem Wandel.
Bildquelle: erstellt mit KI
Zusammenleben neu denken: Gesellschaften in Zeiten globaler Umbrüche
Wie bleiben Demokratien in Krisenzeiten handlungsfähig?
Kriege, Klimawandel, Migration, demografische Veränderungen und digitale Transformation verändern Gesellschaften weltweit. Forschende im Schwerpunkt „Reimagining Coexistence in Times of Global Disruption“ beschäftigen sich mit der Frage, wie demokratische Systeme unter diesen Bedingungen stabil bleiben und sich zugleich weiterentwickeln können. Sie untersuchen, wie Gesellschaften auf tiefgreifende Umbrüche reagieren, welche Konflikte entstehen – und welche neuen Formen des Zusammenlebens daraus hervorgehen.
Was hält Gesellschaften zusammen, wenn sich die Welt verändert?
Politik- und Sozialwissenschaftler*innen arbeiten gemeinsam mit Regionalforscher*innen daran, politische, soziale und normative Voraussetzungen für gesellschaftlichen Zusammenhalt zu verstehen. Dabei vergleichen sie unterschiedliche Weltregionen, analysieren politische Prozesse und beziehen vielfältige Perspektiven ein. Ihr Ziel ist es, Wege aufzuzeigen, wie Demokratien Probleme lösen können, ohne Offenheit, Pluralität und individuelle Freiheit einzuschränken.
Wie lässt sich demokratisches Zusammenleben neu gestalten?
Durch internationale Kooperationen und transdisziplinäre Zusammenarbeit entwickeln die Forschenden neue Ansätze, um demokratische Strukturen an globale Veränderungen anzupassen. Ihre Arbeit liefert wissenschaftliche Impulse für Politik, Gesellschaft und öffentliche Debatten – und trägt dazu bei, demokratisches Zusammenleben unter sich wandelnden Bedingungen neu zu denken.
Worauf liegt der Fokus?
- Globale Disruptionen, Krisen und der Umgang mit Finalitätsfragen gesellschaftlicher und politischer Ordnungen im und jenseits des Nationalstaats
- Kontestationen individueller und gesellschaftlicher Freiheiten und deren Konsequenzen für demokratische Gesellschaften
- Resilienz und Erneuerung der normativen Grundlagen demokratischer Gesellschaften weltweit
- Emotionale Dimension politischer Konflikte und Koexistenz: Mechanismen demokratischer Konfliktbearbeitung
- Qualitative und quantitative Daten zu Herausforderungen gesellschaftlichen Zusammenhalts und demokratischer Problemlösungsfähigkeit
An der Forschung beteiligt
- Fachbereich Politik- und Sozialwissenschaften mit seinen vier Instituten: Politikwissenschaft, Soziologie, Sozial- und Kulturantropologie, Pulibizistik- und Kommunikationswissenschaft
- Zentralinstitute: Nordamerika, Osteuropa, Lateinamerika
- Fachbereich Rechtswissenschaft
- Fachbereich Geschichts- und Kulturwissenschaften: Geschichte, Ostasienstudien
- Fachbereich Philosophie und Geisteswissenschaften: Philosophie
Kooperationsparter*innen im Forschungsgebiet
- Berlin University Alliance: weitere Regionalstudien an der HU Berlin und TU Berlin sowie im transdisziplinären Forschen
- Wissenschaftszentrum Berlin und Weizenbaum-Institut: Schnittstellen zu globalen Umbrüchen (insbes. Digitalisierung) und deren Folgen für politische Konflikte und das gesellschaftliche Zusammenleben (insbes. Zivilgesellschaft)
- Hertie School: Governance und KI
- Einstein Center for Population Diversity: Schnittstelle zu demografischem Wandel, sozialer Ungleichheit und gesellschaftlichem Zusammenleben
- Auswärtiges Amt, Deutsche Gesellschaft für Auswärtige Politik, Zentrum liberale Moderne, Bundeszentrale für Politische Bildung, Bundesnetzwerk Bürgerschaftliches Engagement (BBE) und Senatsverwaltung für Kultur und gesellschaftlichen Zusammenhalt: Schnittstelle zur Politik und Gesellschaft auf Bundes- und Landesebene

