Die vier Kandidat*innen für das Amt als Vizepräsidentin und Vizepräsident der Freien Universität Berlin stellen sich vor
Warum treten Sie an? Antworten zu Motivation, Fokus, Verantwortung und Freude
19.05.2026
Die Wahl der Vizepräsident*innen findet im Henry-Ford-Bau der Freien Universität statt.
Bildquelle: Bernd Wannenmacher
Am 10. Juni findet die Neuwahl der Vizepräsident*innen der Freien Universität Berlin durch den erweiterten Akademischen Senat statt. Für das Amt des Ersten Vizepräsidenten und als ständige Vertretung des Präsidenten steht Prof. Dr. Georg Bertram zur Wahl. Für die Ämter von drei weiteren Vizepräsident*innen treten Prof. Dr. Barbara Fritz und Prof. Dr. Maria Kristina Parr sowie Prof. Dr. Sven Chojnacki mit möglichem Zuständigkeitsbereich im Präsidium für Studium und Lehre zur Wahl an. Der Amtsantritt der neu gewählten Vizepräsident*innen ist für den 6. Juli 2026 geplant. Wir haben die vier Kandidat*innen gebeten, sich vorzustellen, indem sie vorgegebene Satzanfänge vervollständigen.
Der Philosoph Prof. Dr. Georg Bertram ist Vizepräsident der Freien Universität Berlin.
Bildquelle: Bernd Wannenmacher
Ich kandidiere für das Amt des Vizepräsidenten / der Vizepräsidentin ...
Georg Bertram: ... weil ich die Arbeit an und mit unserer Universität als erfüllend erlebe. In den vergangenen Jahren habe ich erfahren, wie viel entstehen kann, wenn unterschiedliche Perspektiven aus allen Bereichen und Gruppen zusammenkommen. Ich wünsche mir, dazu weiter beitragen zu können.
Sven Chojnacki: ... weil Studium, Lehre und Lehrkräftebildung als Kernaufgaben einer eigenständigen wie verbundorientierten Universität mit strategischer Verbindlichkeit und Engagement vertreten sein müssen – gerade auch bei enger werdenden Spielräumen in Berlin.
Barbara Fritz: … weil es sich gerade jetzt lohnt, für die FU als demokratische Institution einzustehen, in der wir die Werte, Ziele und Inhalte unserer Arbeit selbstbestimmt gestalten.
Maria Kristina Parr: … mit dem Schwerpunkt Forschung. Wichtig ist mir dabei, gute Forschungsbedingungen zu erhalten – gerade für Wissenschaftler*innen in ihrer frühen Karrierephase. Meine eigenen Anfänge in der Wissenschaft verbinde ich mit einer Zeit großer Offenheit und tollen Möglichkeiten. Solche Spielräume und Begeisterung unter schwierigen finanziellen Bedingungen zu sichern, ist eine zentrale Aufgabe.
Den Fokus meiner Arbeit möchte ich ...
Georg Bertram: ... auf hervorragende Berufungen, verlässliche und zügige Verfahren sowie auf gute Rahmenbedingungen für Forschung und Lehre legen. Denn die Menschen an der Freien Universität prägen, woran und wie hier gelehrt und geforscht wird – und damit auch die Zukunft der FU.
Sven Chojnacki: ... darauf legen, dass gutes Studieren und Lehren unter Druck verlässlich bleibt: durch Studienstrukturen, die Profilentwicklung und internationale Anschlussfähigkeit zusammendenken, eine forschungsbasierte Lehrkräftebildung und einen kritisch-reflektierten Umgang mit KI.
Barbara Fritz: … gerade in Zeiten zunehmender globaler Konflikte auf eine breite Internationalisierung legen – und auf die Stärkung von Gleichstellung und Diversität.
Maria Parr: … auf die Rahmenbedingungen für die Forschung an der FU legen. Die unterschiedlichen Fächerkulturen sehe ich dabei als besondere Stärke. Das heißt aber auch: Herausforderungen lassen sich oft nicht mit einer einheitlichen Lösung beantworten. Wichtig ist es deshalb, miteinander im Gespräch zu bleiben, unterschiedliche Arbeitsweisen sichtbar zu machen und Verständnis zu fördern.
Der Politikwissenschaftler Prof. Dr. Sven Chojnacki ist Vizepräsident der Freien Universität Berlin.
Bildquelle: Bernd Wannenmacher
Ich möchte Verantwortung in der Unileitung übernehmen, weil ...
Georg Bertram: ... ich gerne weiter zusammen mit den anderen Mitgliedern des Präsidiums, den Gremien und den vielen Bereichen der FU an ihrer Gestaltung mitwirken möchte.
Sven Chojnacki: ... weil ich aus Konfliktforschung und eigener Präsidiumsarbeit gelernt habe: Spannungen sind fair und vermittlungsorientiert zu bearbeiten, Zielkonflikte nicht nur zu benennen, sondern in transparente und verantwortbare Entscheidungen zu übersetzen.
Barbara Fritz: … ich die Erfahrung gemacht habe, dass offene Kommunikation auch in Konflikt- und Sparzeiten der beste Weg ist, gemeinsam zu tragfähigen Lösungen zu kommen.
Maria Kristina Parr: … ich die FU zusammen mit ihren Mitgliedern gestalten und aktuelle Herausforderungen gemeinsam angehen möchte. Dabei ist mir wichtig, Entscheidungsprozesse transparent zu machen. Als Präsidium sollten wir hier ein gutes Beispiel geben, das sich auf andere Gremien und Bereiche der Universität übertragen kann.
Prof. Dr. Barbara Fritz ist Wirtschaftswissenschaftlerin am Lateinamerika-Institut der Freien Universität Berlin.
Bildquelle: Christian Demarco
Die Freie Universität ist für mich ...
Georg Bertram: ... weit mehr als ein Arbeitsplatz – ein Ort, zu dem ich eine starke persönliche Verbundenheit empfinde. Gemeinsam mit vielen anderen habe ich hier vieles verwirklichen können, was mir sehr viel bedeutet – von Forschungsprojekten über Studienangebote bis hin zu institutionellen Entwicklungen.
Sven Chojnacki: ... kein fertiges Versprechen, sondern eine permanente Aufgabe: Freiheit und Autonomie müssen immer wieder institutionell und politisch ermöglicht, sozial abgesichert und gegen ideologische und ökonomische Vereinfachungen wissenschaftlich verteidigt werden.
Barbara Fritz: … ein Ort des lebendigen Austauschs über Wissenschaft und ihren Platz in der Gesellschaft.
Maria Kristina Parr: … ein Ort, an dem Forschung und Lehre in ihrer Vielfalt zusammenkommen und Menschen mit unterschiedlichen Hintergründen gemeinsam an gesellschaftlich relevanten Fragen arbeiten. Die breite Beteiligung und der offene Austausch gehören für mich zum Wesen der FU. Ein solcher Austausch erweitert den eigenen Blick und ist für mich auch dann bereichernd, wenn man nicht immer derselben Meinung ist.
Prof. Dr. Maria Kristina Parr ist Professorin für Pharmazeutische Chemie am Institut für Pharmazie.
Bildquelle: Bernd Wannenmacher
Ich freue mich ...
Georg Bertram: ... auf den weiteren Austausch und die weitere Zusammenarbeit mit den vielen engagierten Menschen, die unsere Universität lebendig machen.
Sven Chojnacki: ... auf Begegnungen, die den Blick verändern – mit Studierenden, Lehrenden und Mitarbeitenden, die diese Universität jeden Tag mitgestalten.
Barbara Fritz: … darauf, so ich gewählt werde, mit den vielen großartigen Menschen an der FU zusammenzuarbeiten!
Maria Kristina Parr: … auf eine intensive und spannende Zeit, in der wir gemeinsam Herausforderungen angehen, neue Impulse aufnehmen und die Freie Universität weiterentwickeln werden.





